Freitag früh noch auf Arbeit. Mit allem Gepäck. Natürlich kommen die Fragen der Kollegen. Dann zum Feierabend ab in die S-Bahn, Wechsel in den Regionalexpress zum Flughafen Schönefeld. Frau und Sohn sind schon dort. Mein Sohn war so freundlich meine Frau zum Flughafen zu bringen. Gepäck aufgeben und dann ab durch die Sicherheitskontrolle.
Das ist immer ein bisschen Herzklopfen. Nicht das ich was zu verbergen hätte, aber außer Pullover und Unterhosen hatte ich dieses mal wieder mal meine Funkausrüstung mit. Das kann je nach Sicherheitsbeamten unterschiedlich spannende sein. Die einen kennen das schon, die anderen interessiert das nicht und wieder andre verwechseln das immer noch mit Spionageausrüstung oder gefährlichem Gut, weil, könnte das Flugzeug zum Absturz bringen. Zum Glück sind die Piloten da entspannter. Viele von denen haben Kontakte zu Amateurfunkern oder sind gar selbst welche.  ich habe Glück, heute interessiert  sich keiner für meinen Kram.
Der Flug ist wie Flüge eben so sind. Eng, laut, langweilig. Ich bin müde, versuche zu schlafen oder zu lesen oder zu schlafen oder … Meist klappt das nicht so richtig. Kenne ich schon. Ich stelle fest, ich bin urlaubsreif. Meine Frau findet das auch, dann ist es so.
Vom Flughafen in Porto gibt es nicht viel besonderes. Wir sind mit 20 Minuten Verspätung gestartet, dafür sind wir 10 Minuten eher angekommen. Respekt. Auch das mit dem Gepäck ging rasend schnell, verglichen mit früheren Erfahrungen.
Aus dem Reiseführer wußten wir, das man vom Flughafen sehr einfach mit der Metro nach Porto Downtown kommt. Mit etwas Suchen und Fragen fanden wir sowohl die Tickets als auch den richtigen Bahnsteig.
Eine Stunde später sind wir am Hostel. Da wir angerufen hatten, wartete man dort noch auf uns, sonst muss man nach Mitternacht jemanden aus dem Bett klingeln.
90 € für drei Nächte - Doppelzimmer, das Bad teilen wir uns mit noch einem Doppelzimmer, ein guter Preis. Da erwartet man kein Adlon-Service. Das Hostel ist einfach aber sehr ordentlich. Wir sind die Oldies unter lauter jungen Leuten aus ganz Europa. Na ja immer noch besser als unter lauter Rentnern. Wifi gibt es gratis, allerdings, wenn man schnell genug ist, kann man die Bits zählen, die durch die Leitung trödeln. Egal, für Email und Google-Maps reicht es.

Urlaub in Portugal? Stand nicht grade auf der Liste meiner Wunschländer ganz oben. Um ehrlich zu sein, Portugal stand eigentlich gar nicht auf meiner Wunschländerliste.

Karte Portugal

Unsere Tochter entschied sich ihr Praktikumssemester in Portugal zu machen und wenn möglich besuchen wir unsere Kinder immer, wenn sie länger im Ausland sind. Also dieses Jahr nach Portugal!

Unsere Tochter studiert sowas wie internationale Forstwirtschaft. In ihrem Praktikum arbeitet sie in einem Projekt, bei dem es um Wiederaufforstung von Naturschutzreservaten an der Grenze zu Spanien geht. Der nächste Flughafen ist Porto. Also haben wir einen Flug nach, und einen Mietwagen in Porto gemietet. Zu Ende Februar / Anfang März. Nicht gerade die Hochsaison für den Urlaub, aber wir fahren schon seit Jahren nicht mehr in der Hochsaison. Genauer, seit unsere Kinder groß sind und nicht mehr mit uns in den Urlaub fahren, fahren wir im Urlaub zu unseren Kindern. Natürlich nur, wenn Sie das auch wollen.

Meine Vorstellung von Portugal: Portwein, Stockfisch, warmes Klima, …? Mir fällt auf wie wenig ich eigentlich über Portugal weiß. Ein Grund mehr sich mit dem Land zu befassen. Mal sehen was amazon so an Reiseführern zu bieten hat.

Weihnachten war unsere Tochter zu Hause und hat uns schon ein paar mehr Sachen über Portugal erzählt, auch über ihre Arbeit. Die scheint sehr interessant zu sein.

Die Leute scheinen sehr nett zu sein, freundlich und Ausländern aufgeschlossen. Mal sehen was uns in Portugal alles erwartet.